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Ja, ich weiß, der alte Spam-Thread bei den Gastmusikern existiert noch, aber wir sollten ihn ruhen lassen. Der Ken hat nach so langer Zeit schließlich auch mal einen eigenen Thread hier oben verdient.
Seit Wochen erzählt Mr. Ken Stringfellow nun auf vielen Seiten im Netz, hauptsächlich hier: http://www.kenstringfellow.com/
oder auch hier: http://www.lojinx.com/releases/ken-stri … -moonlight
(und sein allergrößter Fan erzählt es natürlich hier: http://www.gaesteliste.de/news/show.htm … p;_nr=2209),
dass man hier: http://www.danziginthemoonlight.com/shop
sein am 01.10.2012 erscheinendes Soloalbum namens „Danzig in the Moonlight“ (haha
) vorbestellen kann,
und nun hat er damit angefangen, Konzerttermine zu veröffentlichen. Erst einmal diese:
November 2 — De Unie, Rotterdam NL
November 4 — Tivoli Spiegelbar, Utrecht NL
November 6 — Botanique Witloofbar, Brussels BE
November 15 — the Lexington, London UK,
mit denen man in diesem Forum niemanden vom Sofa lockt, denn der 4.11. ist ein Sonntag, aber er hat angekündigt:
More dates (Turkey, Sweden, Finland, Norway, Germany, Austria and more in Holland and Belgium) announcing in the coming days.
Ich bin gespannt. Wobei ich aber nach den letzten beiden Posies-Konzerten echt überhaupt keinen Bock mehr auf die Uh-Uh-Sisters habe (vorher allerdings auch nicht).
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Heute nun hat der Ken "Danzig in the Moonlight" (der Titel wird einfach nicht besser) veröffentlicht. So recht klappt es mit der Vorbestellung zwar nicht, denn die CD dürfte sich noch irgendwo in Europa in der Post befinden, aber der Downloadlink wurde pünktlich gemailt.
Die MP3 sollten für´s erste reichen.
Ansonsten kann man es sich auch hier anhören:
http://3voor12.vpro.nl/luisterpaal/albu … ellow.html
Noch erlaube ich mir kein Urteil über die Qualität des Gehörten.
Tourdaten sind hier sicher eher überflüssig zu nennen, aber der Vollständigkeit halber:
16.10. Regensburg, Alte Mälzerei
17.10. Berlin, Zur Glühlampe
18.10. Hamburg, Hasenschaukel
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Wie macht man aus einem Klavier und einem Teppich das perfekte Feng Shui-Dreieck? Wie lebt man mit zu hohen Erwartungen und sollte man sie nicht einfach abschaffen? Und ist das Ego wirklich die Summe aller Ängste? Fragen über Fragen. Vielleicht hätten sie heute beantwortet werden können, wenn der wissenschaftlich angehauchte Künstler am Ende des Satzes immer gewusst hätte, wo er begonnen hat. Aber so erklärte er dem erstaunten Publikum, Vergesslichkeit wäre ein Segen und trug einfach weiter aus seinem ach so wundervollen neuen Album vor. Wenn er nicht gerade mit dem Kabel irgendwo hängen blieb. Anne hat mehr gelacht, als ich es bei ihr je an einem Abend gesehen habe.
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Ken Stringfellow – 17.10.2012, Berlin ,Zur Glühlampe
Eigentlich wollte Anne zum Handball. Aber was ist schon ein Championsleague-Spiel der Füchse gegen die Aussicht auf die kulturelle Darbietung eines weit gereisten Musikers, der noch mehr Blech pro Minute quatschen kann als DER Glen? Eben.
Um es einfach vorwegzunehmen: Er war großartig. Nein, Anne würde es so nicht unterschreiben. Und eigentlich ist es traurig, das Ganze nur mit ein paar versprengten Gestalten in einer verrauchten Kneipe erlebt zu haben. Aber es gibt halt Veranstaltungen, bei denen zweifelt man die ganze Zeit, wo man hingeraten ist, hier eventuell in den musikalischen Comedy-Crash-Kurs für fortgelaufene Philosophen, aber die Musik ist toll, die Geschichten werden immer absurder, man lacht und die Zeit vergeht wie im Flug und überhaupt… Und man geht raus und es war schön. Auch wenn meine Setlist natürlich anders ausgesehen hätte.
So, jetzt die Langfassung:
Angekommen an der U-Bahn-Endhaltestelle Warschauer Straße suchten wir zuerst die richtige Einflugschneise, um wenig später einer ehemaligen Eckkneipe gewahr zu werden, die offensichtlich das selbsternannte Szenelokal namens „Zur Glühlampe“ darstellte.
Der Herr am Einlass stellte uns frei, ob wir 3 oder 5 Euro Eintritt zahlen wollten. Anne sinnierte zwar, ob man das nicht nach dem Konzert entscheiden könnte, aber man kann es mit dem Geiz bekanntlich auch übertreiben.
Der Laden bestand aus einem Raum mit eckkneipentypischen Tresen und im hinteren offenen Teil 2 kleineren Räumen, von denen einer die Bühne darstellte und ausgestattet war mit einem alten Ledersofa und Couchtisch und im vorderen Bereich mit Piano und Mikroständer. Offensichtlich war das auch so etwas wie sonst der Backstagebereich, denn Kens Koffer und sein offener Rucksack lagen herum und auf dem Tisch standen die Reste seines Abendessens.
Im kuschelig beleuchteten Raum davor lagen kleine Teppiche, auf denen sich das Publikum niederlassen konnte und seitlich befanden sich Stufen, die uns für den Rest des Abends als Sitzgelegenheiten dienten. Es war nun 20 vor acht und lt. Homepage der Glühlampe sollte es um 20 Uhr losgehen. Zunächst schnappte sich allerdings Mr. KS seinen Rucksack und verschwand. Ein pünktlicher Beginn wurde mit der Zeit zunehmend unwahrscheinlicher, aber zumindest erschien gegen halb 9 ein Gast, ohne den kein Ken-Konzert vorstellbar ist und der sich direkt hinter uns (und wie wir nun erfuhren, auch neben dem Veranstalter des Abends namens Jörg) niederließ. Herr W. plauderte ein wenig über die verbesserungswürdige Organisation der Vermarktung des Mr. KS, bis dieser zurückkehrte und an der Konversation teilnahm und das so lange, bis er um neun von einem der Angestellten der Glühlampe vorsichtig darauf hingewiesen wurde, weshalb er hier war. Schade, vielleicht hätte ihm der Veranstalter von „About Songs“ (so hieß der Abend bzw. die regelmäßig stattfindende Konzertreihe) doch noch mehr entlocken können, wie er sich die Planung für eventuelle weitere Deutschland-Konzerte im März 2013 vorstellt. (Nein, wir haben nicht gelauscht, die waren einfach so laut.)
Mr. KS nahm seine Gitarre, sinnierte über die Frage, ob dieser Abend mit „About Songs“ oder „Mittwoch“ zu bezeichnen wäre, startete „ Even the Forgers…“ vom neuen Album und begann, den Zuschauerraum zu durchwandern, wobei er die am Gitarrenkabel befindliche Technik (wie öfter an dem Abend ) unsanften Stoßtests aussetzte und das Kabel ihn auf der Wanderschaft noch häufiger behindern sollte.
Zeit also, sich die Zuschauer näher zu betrachten. Hier fiel eine Herrenrunde auf einem der Teppiche auf, die den ganzen Abend hingebungsvoll mit dem Rollen und der Vernichtung der selbstgerollten Zigaretten beschäftigt war sowie ein Pärchen, das den ganzen Abend eng umschlungen mitten im Raum stand und das Ken bei jedem seiner Ausflüge ins Publikum umrunden musste. Ansonsten absoluter Herrenüberschuss. Und diese Herren qualmten reichlich, in Mr. KS Augen ein Ausdruck von Freiheit. Ich muss ihm nicht zustimmen.
Aber die Setlist kann ich hier schon mal zwischenstreuen:
Even The Forgers Were Left Fingering The Fakes
You're The Gold
Savior's Hand
Shittalkers
History Buffs
110 Or 220 V
Superwise
Pray
Uniforms
Doesn't It Remind You Of Something
Find Yourself Alone
--
This One's On You
Known Diamond
Any Love (Cassandra et Lune)
Tja, und eigentlich wollte ich mich die Qualität der Songs des neuen Albums und ihre Darbietung live sowie Kens Fähigkeiten am Klavier auslassen und Kerstin mit Details für den technischen Hörer langweilen, aber Mr. Stringfellow hat diese Absicht erfolgreich torpediert. Er hat einfach viel zu viel gequatscht. Und so wurde ich von Anne verpflichtet, den Schwerpunkt zum Comedy-Teil zu verschieben und es fällt mir schwer. Offensichtlich ist nicht jeder dafür geschaffen, dem Gedankenfluss des Mr. KS zu folgen und, noch schlimmer, den Zusammenhang seiner Ansagen zum folgenden Song herzustellen. Ich muss passen, sorry.
Jedenfalls war Ken nach“ You´re the gold“ bei seinen ersten beiden Piano-Song angelangt und sprach über das Leben nach dem Tod. Seiner Ansicht nach ist im Himmel jeder fett, denn das Essen kostet nichts. Nach diesem Ausflug der Gedanken zum nächsten Song überzuleiten, bereitete ihm zwar gewisse Schwierigkeiten, aber zu diesem Zeitpunkt des Konzerts waren für mich noch Versuche erkennbar. Im Anschluss an „Savior´s Hands“ stellte Ken dann zügig fest, dass sein Klavier ungünstig stand, denn beim Spielen schaute er auf die Wand und nicht ins Publikum, woraufhin er nach langem Lamentieren über das von ihm verursachte „bad Feng Shui“ zwar „Shittalkers“ begann, es aber kurze Zeit später unterbrach und mitten im Song eine Verschiebung des Instruments zu erfolgen hatte. Das Klavier stand nun quer im Raum und was dann folgte, war ein weiterer von vielen Monologen, die diesen Abend zumindest für uns einzigartig machten. Wer weiß, vielleicht erzählt Ken jeden Abend den gleichen Unsinn, aber zumindest diese Ausführung über Feng Shui sollten wir wohl exklusiv bekommen haben. Denn Ken hatte das Klavier auf dem Teppich nun so angeordnet, dass ein perfektes Feng Shui-Dreieck entstanden war. Zumindest klang er in diesem Punkt sehr überzeugend. Er sprach viel, sagte wenig und fasste den Monolog letztlich damit zusammen, dass wir halt einfach nicht trainiert sind, er hingegen hat viele Jahre damit zugebracht, Perfektion zu studieren und daher erklärt er uns jetzt, dass diese Winkel mit soundsoviel Grad ...Ja, ja. Perfekt. Schon klar.
„100 V or 220 V“ (selbst sehr countrylastig) sollte wiederum eingeleitet werden von einem Abriss über die amerikanische Mainstream-Musik, die aus Country, RnB/HipHop und Celine Dion besteht. Der Vortrag uferte letztlich in eine Abhandlung über Körperformen in den ländlichen Gebieten der USA aus und kam mit einigen Umwegen bei der Erkenntnis an: „The English language ist really phenomenal. You should check it out!“
Nachdem Ken bei den nächsten 3 Songs weitgehend kalauerfrei über die Runden kam, kündigte er am Ende der Klavierballade „Pray“ lauthals an, jede Regel außer dem nichtexistierenden Rauchverbot zu brechen, Ich habe zwar nicht verstanden, welche, jedenfalls spielte er zunächst die ersten Töne von „Uniforms“, brach es ab, begann einen die Grundsätze der Evolution beinhaltenden Vortrag, schlug den nächsten Haken und vermittelte dem staunenden Publikum, dass die Tatsache, dass er und wir denken, dass er vor einem Klavier sitze, eigentlich nur zustande kommt, weil wir glauben, es sei ein Klavier. Denn niemand wüsste es genau. Es hätte eben nur jemand so entschieden. Die nächsten unvollendeten Sätze sollten offensichtlich eine Brücke zwischen der Vergangenheit bzw. den Vorfahren, deren Erfahrungen,und daraus resultierenden Ängsten schlagen; Anne, berichtige mich, wenn ich es falsch verstanden habe. Jedenfalls leben wir nun u.a. mit der Erkenntnis:“The ego is like the bank account of fear. And that fear is designed to hold you in place“. Ok. Immerhin erklang nach dieser Abhandlung der erste Song, der nicht auf „Danzig in the Moonlight“ zu finden ist, gefolgt vom Duett mit einer Dame namens Anna, die von Mr. KS mit der Neuigkeit begrüßt wurde, dass es in der Tiefsee Fische mit leuchtenden Zähnen gibt, die dadurch andere Fische anlocken, wodurch eindeutig bewiesen wäre, dass Fische neugierig und nicht blöd sind und wir sollten dies bei der nächsten Fischmahlzeit bedenken. Ich habe leider nicht herausgefunden, was diese Ausführungen mit „Doesn't It Remind You Of Something“ zu tun haben, und auch Frl. Anna fragte vorsichtig nach, ob er meinte, sie hätte solche Fischzähne. Aber Ken war da bereits mit Ausführungen über spezielle Drogen beschäftigt (die er angeblich nicht genommen hätte).
Nach einer kurzen Pause, in der uns Herr Stringfellow die Reste seiner vegetarischen „Minestrone ohne Nudeln“ anbot (von der er allerdings zugab, das sie schon ein paar Stunden stand), wurden wir zwischen den Songs von „Touched“ und „Soft Commands“ eindringlich auf sein neues Album hingewiesen, der Mond mit einem American Football verglichen und letztlich der Abend mit „Any love“ beendet. Offensichtlich einem Song über niedrige Erwartungen und Erwartungen, so lernten wir, solle man nicht herunterschrauben, sondern ganz abschaffen, denn dies erleichtert das Leben. Und in Zukunft sollten wir bei jeder Tomate, die wir essen, diese als etwas völlig Neues ansehen (und somit erst einmal nichts erwarten). Ich weiß noch gar nicht, wie die Spätfolgen zu therapieren sind, denn wie soll ich jemals wieder unbefangen in eine Tomate beißen? Und was nützt mir der Hinweis, dass Tomaten mit Kartoffeln und Tabak zu einer gemeinsamen Pflanzenfamilie gehören?
Ich weiß es nicht. Ken bedankte sich nach"Any love" artig bei allen Beteiligten, verkrümelte sich zum Merchandising-Table und ließ uns mit all den Fragen allein. Er hat uns als Publikum so gelobt und bestimmt haben alle außer mir auch gewusst, was er uns bei seinen Ansagen Wichtiges mitteilen wollte. Und ich fand es unpassenderweise komisch. Aber die Musik war toll. Doch das sagte ich schon.
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Der Herr Stringfellow beehrt Deutschland. ![]()
Ken Stringfellow returns to Germany for a string (uh...) of shows with Berlin duo Sir Simon. They'll be be playing together, apart, around, and...up close
here's the tour dates
March 30 -- King Georg, Koln http://www.kinggeorg.de/ken-stringfellow/
March 31 -- Pop Bar, Rees-Haldern http://bit.ly/Y4E6tZ
April 1 -- Prinz Willy, Kiel http://bit.ly/Y4Ej03
April 2 -- Walhalla Studio, Wiesbaden http://www.walhalla-studio.de/
April 3 -- Schocken, Stuttgart http://www.club-schocken.de/
April 4 -- Nachtasyl, Hambrug http://bit.ly/Y4EOal
April 5 -- Pools, Göttingen http://www.pools-club.de/
April 6 -- Eule, Münster http://www.fieber-tanzparty.de/
April 7 -- BiNuu, Berlin http://bi-nuu.de/
Check out Ken's album www.Danzig in the Moonlight.com here's a brilliant review auf Deutsch in Musik Express (album of the week) http://ow.ly/ehnNW
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